Kerninhalte: So sind LCA-Daten aufgebaut

Verstehen Sie die Beziehungen zwischen Prozessen, Flüssen, Einheiten und Quellen und trennen Sie Formatprüfung, Datenqualität und fachliche Prüfung.

TIDAS ordnet gängige LCA-Informationen als miteinander verknüpfte Dateien. Diese Seite erklärt zuerst deren Inhalt und zeigt danach, wo automatische Prüfungen enden. Unbekannte Begriffe finden Sie unter Begriffe und Abkürzungen.

So sind LCA-Daten verknüpft

  • Ein Prozessdatensatz beschreibt eine Produktions- oder Dienstleistungsaktivität: ihre Ein- und Ausgänge, Ort und Zeit sowie die zugrunde liegenden Quellen.
  • Ein Austausch verbindet einen Prozess mit einem Fluss. Ein Fluss kann ein Produkt oder Abfall sein, aber auch ein Elementarfluss, der direkt aus der natürlichen Umwelt entnommen oder dorthin abgegeben wird.
  • Flusseigenschaften und Einheitengruppen legen fest, wie Größen wie Masse, Energie oder Volumen gemessen und umgerechnet werden.
  • Quellen und Kontakte dokumentieren Grundlagen und Zuständigkeit; Klassifikationen geben verschiedenen Datensätzen gemeinsame Namen und Kennungen.
  • Methoden der Wirkungsabschätzung (LCIA) und Lebenszyklusmodelle enthalten Verweise für die Berechnung potenzieller Umweltwirkungen und den Aufbau eines Produktsystems.

Welche Dateien stehen bereit?

Die Zahlen werden aus der Liste der auf dieser Website veröffentlichten Dateien erzeugt.
Herunterladbare JSON-Dateien
19
Regeldateien zur Datenprüfung
18
LCA-Datentypen
8
Klassifikationstabellen
9
Gemeinsame Feldregeln
1
Struktur nur für die Website-Anzeige
1
Regeldateien beschreiben oder prüfen echte Daten. Die Datei mit der Kennzeichnung „Struktur nur für die Website-Anzeige“ dient nur zum Lesen auf der Website und kann keine bestandene Formatprüfung belegen. Gleiche Dateinamen in den Werkzeugen garantieren keine identischen Inhalte.

Welche Prüfungen die Daten durchlaufen

  1. Ist die Datei lesbar? Die JSON-Syntax muss gültig sein.
  2. Stimmt der Datenaufbau? JSON Schema prüft Pflichtfelder, Datentypen, zulässige Werte und Beziehungen innerhalb einer Datei.
  3. Sind die Dateien gemeinsam vollständig und konsistent? Verzeichnisse, IDs, Versionen und dateiübergreifende Verweise müssen zusammenpassen.
  4. Lassen sich die Daten im gewünschten Format austauschen? Wird eILCD oder ein anderes elektronisches Austauschformat benötigt, muss die gewählte Konvertierung ausgeführt und ihr Ergebnis geprüft werden.
  5. Sind die Daten für die Studie geeignet? Systemgrenze, funktionelle Einheit, Allokation, technische/geografische/zeitliche Repräsentativität, Unsicherheit und Review-Status erfordern eine eigene Erläuterung und Beurteilung.

Was Werkzeuge prüfen können – und was nicht

TIDAS-Werkzeuge können Dateiformat, Felder und Verweise prüfen und unterstützte Konvertierungen ausführen. Bestandene automatische Prüfungen belegen weder eine geeignete LCA-Methode noch ausreichende Datenqualität oder eine unabhängige kritische Prüfung.

Eine Konformitätsaussage sollte nur ein benanntes System und eine Version nennen, deren Anforderungen an Qualität, Methode, Dokumentation und Review tatsächlich beurteilt wurden. „Strukturprüfung bestanden“, „Dokumentation vollständig“, „Datenqualität beschrieben“ und „unabhängig geprüft“ bleiben getrennte Aussagen.

Mit einem minimalen Datenpaket beginnen

  1. Einen Prozessdatensatz anlegen.
  2. Alle referenzierten Flüsse, Flusseigenschaften, Einheitengruppen, Kontakte und Quellen ergänzen.
  3. Mit tidas validate --schema-only Feld- und Strukturprobleme suchen.
  4. Danach tidas validate vollständig ausführen, um Paket und dateiübergreifende Verweise zu prüfen.
  5. Die für den Verwendungszweck nötige Datenqualitätsbeschreibung, methodische Beurteilung und Prüfung ergänzen. Hinweise zur Werkzeugversion stehen im Abschnitt für Fortgeschrittene.

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